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06. März 2026

Wieder sicher auf den Beinen

Jahrelang war jeder Schritt für Dagmar Pohlmann mit Schmerzen verbunden. Gehen wurde zur Belastung, die Nächte blieben oft schlaflos, und im Alltag wuchs die Unsicherheit. Heute, mit 84 Jahren, erlebt sie ein neues Stück Freiheit: Sie geht wieder selbstständig einkaufen, führt ihren Haushalt – und denkt sogar über einen Besuch im Fitnessstudio nach. Möglich gemacht haben das zwei Kniegelenksoperationen im Endoprothetikzentrum des Vinzenz Hospitals.

Bei Dagmar Pohlmann wurde in beiden Knien eine Arthrose im Stadium IV diagnostiziert – die schwerste Form der Erkrankung. Die Beschwerden hatten das Leben der Rheda-Wiedenbrückerin stark eingeschränkt. „Ich konnte nicht mehr sicher gehen, hatte ständig Schmerzen und kaum noch Schlaf“, erinnert sie sich. Da sich zerstörte Knorpelzellen im menschlichen Körper nicht neu bilden können, blieb als nachhaltige Behandlung schließlich nur eine Operation, der künstliche Gelenkersatz.

Im Juni vergangenen Jahres wurde zunächst das erste Kniegelenk ersetzt, im Oktober folgte das zweite. Beide Eingriffe führte Dr. Klaus Küppers, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, mit Unterstützung des MAKO-Operationsroboters durch. Mit dem zweiten erfolgreichen Eingriff von Dagmar Pohlmann erreichte das Vinzenz Hospital zugleich einen besonderen Meilenstein: die 200. Operation mit dem MAKO-Roboter, der im OP-Team liebevoll den Spitznamen „Hildegard“ trägt. „Der Roboter unterstützt uns dabei, das künstliche Kniegelenk millimetergenau zu platzieren. Das schont das umliegende Gewebe und ermöglicht eine schnelle Mobilisation – die Ergebnisse sind hervorragend“, betont Chefarzt Dr. Küppers.

Eine Sorge, die viele Patienten vor einer Knie-OP beschäftigt, kennt Dagmar Pohlmann ebenfalls: das Gefühl, ein künstliches Gelenk könne wie ein Fremdkörper wirken. Ihre Erfahrung ist eine andere. „Es fühlt sich an, als wäre ich damit auf die Welt gekommen“, sagt sie schmerzfrei und glücklich über ihre neuen Kniegelenke. Schon wenige Stunden nach dem Eingriff durfte sie das operierte Knie voll belasten. Der stationäre Aufenthalt inklusive anschließender Reha dauerte insgesamt nur drei Wochen.

„Der Roboter ist kein Ersatz für den Chirurgen, aber er ist ein hervorragender technischer Helfer”, erklärt Chefarzt Dr. Küppers. „Der MAKO hilft mir über seinen Roboter-Arm vor allem dabei, dass die notwendigen und zuvor berechneten Operationsschritte mit einer sehr hohen Präzision gesetzt werden und führt quasi meine Hand.“ Durch eine umfangreiche Erhebung von Daten sowie einem virtuellen 3D-Modell mit der individuellen Anatomie des Kniegelenks, können auch noch während der Operation funktionelle Aspekte mit Hilfe des Computers simuliert und für die spätere Implantation genutzt werden.

Der 200. Eingriff mit dieser modernen Technik ist ein Meilenstein in der Klinik und steht für hohe Qualität und Sicherheit im zertifizierten Endoprothetikzentrum im Vinzenz Hospital. Vor gut zwei Jahren war das Hospital in Rheda-Wiedenbrück die erste Klinik im Kreis Gütersloh, die auf diese innovative Methode bei der Gelenkendoprothetik setzte. „Die hervorragenden Ergebnisse haben sich bei Patienten als auch bei Niedergelassenen herumgesprochen“ unterstreicht auch Geschäftsführer Matthias Bitter. Daher werde das Verfahren im Kreis Gütersloh und darüber hinaus bestens angenommen.
Dagmar Pohlmann möchte vor allem anderen Betroffenen Mut machen: „Ich wünsche mir, dass meine Geschichte anderen die Angst nimmt. Man muss Schmerzen nicht einfach hinnehmen. Für mich war es die beste Entscheidung – ich habe ein großes Stück Lebensqualität zurückgewonnen.“

Im OP: Irma Sartison (von links), Christian Brockbals, Gabriele Lesener, Katharina Hübert, Sumar Abd Ali und Dr. Klaus Küppers mit dem MAKO-Operationsroboter.
Im OP: Irma Sartison (von links), Christian Brockbals, Gabriele Lesener, Katharina Hübert, Sumar Abd Ali und Dr. Klaus Küppers mit dem MAKO-Operationsroboter.