28. November 2025
Vinzenz Hospital erhält Millionen-Förderung

Neuer, hochmoderner OP-Bereich entsteht auf neuer Etage
Zukunftsweisendes Signal aus dem Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS): Das Vinzenz Hospital erhält eine Fördersumme von rund 11,3 Millionen Euro. „Diese werden wir nutzen, um den OP-Bereich um vier hochmoderne OP-Säle zu erweitern. Da das im bestehenden Gebäude nicht möglich ist, werden wir diese in einer neuen, auf den Bestandsbau aufgesetzten Etage realisieren“, erklärt Matthias Bitter. Der Geschäftsführer der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen (KHO), zu der neben dem Krankenhaus in Rheda-Wiedenbrück noch fünf weitere Standorte gehören, freut sich über die positive Mitteilung des MAGS.
„So können wir den Anforderungen der Landeskrankenhausplanung noch besser entsprechen. Dazu gehört der steigende Bedarf an Operationszeiten vor allem für die Bereiche Endoprothetik, Adipositaschirurgie und Alterstraumatologie“, erläutert Philipp Herzog, Kaufmännischer Direktor der KHO. „Die bereits vorhandenen Säle bleiben bestehen und werden weiter für die Patientenversorgung genutzt.“
Bereits seit 2023 ist in der orthopädischen Behandlung ein Mako-OP-Roboter der Firma Stryker im Einsatz. Dieser ermöglicht äußerst präzise Eingriffe an Gelenken. „Die endoprothetische Versorgung von Gelenkfrakturen bei zunehmendem Alter der Patienten nimmt immer weiter zu. Auch der Bedarf an bariatrischen Eingriffen bei Adipositas-Erkrankten steigt. Durch die mit den Zielen der Landeskrankenhausplanung einhergehende Konzentration der Leistungsgruppen innerhalb unseres Hospitalverbunds, insbesondere auch am Sankt Vinzenz Hospital, entsteht zusätzlicher Kapazitätsbedarf für operative Leistungen“, sagt Herzog.
Zum Neubau werde ein strukturiertes Zonenkonzept gehören, um die Wege für Patienten so einfach und kurz wie möglich zu gestalten, Arbeitsabläufe zu optimieren und Risiken zu minimieren. Der OP-Bereich werde eine vernetzte medizintechnische Ausstattung erhalten: „Dies schließt unter anderem intraoperative Bildgebungssysteme, robotergestützte Chirurgie und telemedizinische Anwendungen ein.“ Patientenorientierung und Komfort spielen bei der Konzeption eine mindestens ebenso große Rolle. Dies beinhalte eine patientengerechte Gestaltung der Warte- und Aufwachbereiche mit angenehmer Atmosphäre, Wahrung der Privatsphäre und Nutzung patientenfreundlicher Technologien. „Gleichzeitig berücksichtigen wir die Bedürfnisse des Personals, indem ergonomische Arbeitsplätze eingerichtet und angemessene Aufenthalts- und Ruheräume geschaffen werden“, so Bitters Blick in die Zukunft.